Feldpost
Feldpost im Zweiten Weltkrieg
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Häufig gestellte Fragen

Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Anmerkungen haben, bitte zögern Sie nicht und senden eine E-Mail an die Feldpostsammlung!
Fast täglich erreichen uns Anfragen. Das zeigt, dass das Thema Feldpost weiterhin aktuell ist. Manche dieser Fragen können wir beantworten, bei anderen müssen wir passen. Einige werden öfter gestellt.

1. Mein Großvater ist vermisst. Wie kann ich etwas über seinen Verbleib erfahren?
Wenn es um nähere Informationen von Angehörigen geht, erteilt die Wast Informationen auch über Internet. Die Deutsche Dienststelle (WASt) für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht ist eine Institution, die auf die Recherche nach dem Verbleib von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen spezialisiert ist. Ihr obliegen neben der Auskunftserteilung über fremdländische Kriegsgefangene hauptsächlich die Erfassung der Verluste der deutschen Wehrmacht (Verwundungen, Erkrankungen, Sterbefälle, Vermisstfälle), die Bearbeitung dieser Fälle einschließlich der personenstandsrechtlichen Regelungen und der amtliche Gräberdienst.
Die Internet-Adresse lautet: http://www.com-de.com/wast/. Anfragen können auch per Internet gestellt werden.

2. Auf einem Feldpostbrief steht eine Feldpostnummer. Was besagt sie und was kann ich darüber erfahren?
Näheres zur Arbeit der Feldpost finden Sie unter [Arbeit der Feldpost].
Wenn es um bestimmte Feldpost-Nummern und deren Zuordnung zu Einheiten und deren Einsatzgebiete geht, gibt es hervorragende Quellen:
Kannapin, Norbert: Die Deutsche Feldpost 1939-1945. Organisation und Lokalisation der Feldpostämter und Feldpostdienststellen. 2. Auflage. Osnabrück 1987
Kannapin, Norbert: Die Deutsche Feldpostübersicht, Bände I-III, Osnabrück 1980

Und vor allem:
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 16 Bände, Osnabrück 1979ff.
Die Bücher sollten in guten Bibliotheken einzusehen sein. Hierüber lassen sich Einsatzgebiete, Truppenbewegungen, Daten etc. recherchieren.

3. Mein Großvater gilt als vermisst oder er ist gefallen. Gibt es Dokumente von ihm im Feldpost-Archiv?
Dies wäre ein sehr ungewöhnlicher Fall. In der Regel bekommen wir die Briefe von den Angehörigen oder von den Briefschreibern selbst. Die Herkunft ist also nachvollziehbar und gesichert. Um nach Dokumenten von Personen zu suchen, empfiehlt sich eher eine Anfrage bei der WASt.

4. Ich würde dem Archiv gerne Briefe überlassen. Wie geht das?

Wir sammeln und archivieren alle Feldpostbriefe und Lebensdokumente aus dem Zweiten Weltkrieg, aber auch aus dem Ersten und anderen Kriegen. Wir sind beim Aufbau einer Feldpostsammlung, die Lebensdokumente wie Briefe, Fotos, Urkunden, Berichte, Tagbücher und anderes für Forschung, Lehre und Kultur sammelt. Auf unserer Internet-Seite [Werkstatt] sind einige der möglichen Fragestellungen und Forschungsthemen versammelt.
Es wäre nett, wenn Sie auch den Fragebogen ausdrucken ("Formular drucken" anklicken", ausfüllen und beilegen könnten. Die Angehörigen sind oft die Einzigen, die wichtige Daten (wie Geburtsdatum oder Konfession) des Soldaten noch beisteuern können. Diese Daten sind für die wissenschaftliche Auswertung jedoch von enormer Bedeutung. Jede Information, die wir bekommen können, ist wertvoll.
Die Adresse, an die Sie die Briefe und Lebensdokumente senden können, lautet:

Museum für Kommunikation Berlin
Feldpostsammlung
Leipziger Str. 16
E-Mail: mfk-berlin@mspt.de

5. Was geschieht mit den Briefen?
Sie werden auf Dauer fachgerecht archiviert und (unter Wahrung des Datenschutzes) der wissenschaftlichen Beschäftigung zur Verfügung gestellt. Die Dokumente werden nicht nur im Archiv verstaut, uns ist es wichtig, dass mit den Briefen gearbeitet wird.

6. Ich habe zwar Briefe, aber deren Inhalte sind doch belanglos.
Nein. Es geht nicht darum, den Krieg neu zu rekonstruieren. Die Fakten sind hinlänglich bekannt. Es geht um das Alltagsleben, es geht darum, wie die Menschen ihr Leben in schwerer Zeit organisiert haben. Insbesondere das Private, also die Gedanken, Sorgen und Nöte des Einzelnen stehen im Vordergrund der Beschäftigung mit diesen Briefen. Neu ist die Betrachtung der Geschichte aus der ganz persönlichen Sicht des Einzelnen.

7. Kann ich Ihr Projekt unterstützen, ohne meine Feldpost auf Dauer abzugeben?
Ja. Bitte schicken Sie uns Ihre Briefe, die wir dann fachgerecht scannen. Wir fertigen uns digitale Kopien von Ihren Dokumenten an, die sie anschließend wieder unversehrt zurück erhalten. Dieses Verfahren ist aufwendig und kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Bitte haben Sie Geduld.
Falls Sie die Möglichkeit haben, selbst zu scannen, nehmen wir auch diese gerne an. Das Format ist TIF-Datei mit LZW-Komprimierung, 24-Bit-Farbtiefe mit einer Auflösung von 300 dpi. Auch Abschrifen helfen uns sehr.

8. Habe ich oder meine Verwandten weiterhin Zugang zu den Briefen?
Selbstverständlich. Jede Briefsammlung erhält eine Signatur, über die jeder mit berechtigtem Interesse Zugang hat.

9. Kaufen Sie mir Feldpostbriefe ab?
Nein! Seit Kriegsende werden massenhaft Feldpostbriefe auf Trödelmärkten verhökert. Hohe Preise werden dabei meist nicht erzielt. Der größte Wert der Dokumente liegt in ihrem emotionalen Gehalt für die Angehörigen. Dies ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Eine sachgerechte langfristige Bewahrung ist uns wichtig. Wir wollen Erinnerungen aufbewahren und aus ihnen lernen aber nicht damit handeln. Wer uns Dokumente anvertraut, kann sicher sein, dass diese geachtet werden.

10. Ich bin Wissenschaflter und möchte Feldpostbriefe nutzen. Wie komme ich an die Dokumente?
Jeder, der ein berechtigtes Interesse an den Dokumenten hat, bekommt auch Zugang. Nennen Sie uns Ihr Vorhaben (Referat, Haus-, Diplom- oder Magisterarbeit, Dissertation, wissenschaftliche oder journalistische Publikation etc.) und Sie bekommen ein Formular, in dem Sie sich zur Wahrung des Datenschutzes verpflichten. Dann bekommen Sie Einblick in die Dokumente. Nennen Sie uns auch Ihr Thema, können wir bei der Vorauswahl behilflich sein.
Soweit die Daten digital als Transkript oder JPG-Faksimile vorliegen, können Sie auch auf CD-ROM verschickt werden. Dabei müssen wir allerdings die Unkosten in Rechnung stellen.

11. Wie kann ich Sie erreichen, wenn ich weitere Fragen habe?
Einfach per E-Mail unter Feldpostsammlung.de.